Endometrium-Stammzellen (ES-Zellen) sind multipotente adulte Stammzellen, die in der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) und im Menstruationsblut vorkommen und für deren monatliche Regeneration, Reparatur und Funktionen wie die Einnistung unerlässlich sind. Diese Zellen erneuern sich selbst und differenzieren sich in verschiedene Zelltypen. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Fortpflanzung, der Schwangerschaft und der Rückbildung nach der Geburt und sind zudem an gynäkologischen Erkrankungen wie Endometriose und Myomen beteiligt, was sie zu vielversprechenden Kandidaten für die regenerative Medizin macht.
Selbsterneuerung & Differenzierung:
ESCs können sich vermehren und zu Epithel-, Stromazellen und sogar Endothelzellen (Blutgefäßzellen) entwickeln und tragen so zur Gewebereparatur bei.
Ursprung:
Sie stammen aus der Basalschicht des Endometriums und können auch aus dem Knochenmark gewonnen werden, beispielsweise aus Menstruationsblut (menstruelle Stammzellen).
Regeneration:
Sie treiben den monatlichen, zyklischen Wiederaufbau des Endometriums an – ein hochdynamischer Prozess.
Reproduktive Funktionen:
Essentiell für die Dezidualisierung (Vorbereitung auf eine Schwangerschaft), die Einnistung des Embryos und die Rückbildung der Gebärmutter nach der Geburt.
Regenerative Medizin:
Aufgrund ihrer immunmodulatorischen (entzündungshemmenden) und angiogenen (blutgefäßbildenden) Eigenschaften werden sie im Tissue Engineering zur Gewebereparatur eingesetzt.
Krankheitsbeteiligung:
Mutationen oder abnormes Verhalten von embryonalen Stammzellen (ES-Zellen) stehen im Zusammenhang mit Erkrankungen wie Endometriose, Uterusmyomen, dünner Gebärmutterschleimhaut und Gebärmutterkrebs.
Therapieziele:
Sie werden als potenzielle Therapien für Unfruchtbarkeit, das Asherman-Syndrom (Vernarbung der Gebärmutterschleimhaut) und wiederholte Fehlgeburten erforscht.





