Die Nabelschnur und ihre Gefäße sind reichhaltige Quellen verschiedener Stammzelltypen, die sich hauptsächlich in solche im Blut und solche im Strukturgewebe der Nabelschnur unterteilen lassen.

Nabelschnurblut:
Es enthält hauptsächlich hämatopoetische Stammzellen (HSCs), die blutbildende Zellen sind.

Wharton-Sulze:
Diese gelartige Substanz umgibt die Gefäße und ist reich an mesenchymalen Stammzellen (MSCs).

Nabelschnurgefäße (Arterien und Venen):
Aus den Gefäßwänden und dem perivaskulären Gewebe (dem Bereich unmittelbar um die Gefäße) lassen sich Stammzellen direkt isolieren. Insbesondere die aus Arterien gewonnenen MSCs gelten als „primitiver“ und potenter als jene aus adultem Gewebe.

Stammzellen aus diesen Quellen werden für verschiedene Therapieziele eingesetzt:

  • Blut- und Immunerkrankungen:
    HSCs aus Nabelschnurblut sind von der FDA für die Behandlung von über 80 Erkrankungen zugelassen, darunter Leukämien, Lymphome und schwere Immundefekte.
  • Regenerative Medizin:
    Mesenchymale Stammzellen (MSCs) aus Nabelschnurgewebe und Blutgefäßen werden in Studien zur Organregeneration, bei Herzerkrankungen, Gelenkreparatur (Arthrose) und Autoimmunerkrankungen wie Typ-1-Diabetes eingesetzt.
  • Neurologische Erkrankungen:
    Die Forschung zur Anwendung von Stammzellen bei Rückenmarksverletzungen, Alzheimer und Multipler Sklerose wird fortgesetzt.

Ethisch und nicht-invasiv:
Die Stammzellen werden nach der Geburt ohne Risiko für Mutter und Kind gewonnen.

Potenz:
Diese Zellen sind „jünger“ als adulte Stammzellen (aus dem Knochenmark). Das bedeutet, sie besitzen ein höheres Teilungspotenzial und sind weniger anfällig für Umwelteinflüsse.

Geringe Immunogenität:
Sie lösen seltener Abstoßungsreaktionen (Graft-versus-Host-Reaktion) aus und eignen sich daher für allogene (fremde) Transplantationen.

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